Atomausstieg selber machen!
Die Atomkraftwerks-Betreiber E.ON, RWE, Vattenfall und EnBW machen immer größeren Druck, damit ihre Reaktoren nicht wie vereinbart abgeschaltet werden müssen. Gleichzeitig beweisen Störfälle in AKW und Atommüll-Endlagern, dass Atomkraft unsicher ist. Wir rufen die Menschen in Deutschland auf, selbst aktiv zu werden. Sie haben es in der Hand!
» Wechseln Sie jetzt zu einem umweltfreundlichen Ökostromanbieter!
Woher kommt der Ökostrom?
Mittlerweile hat fast jeder Stromversorger auch ein Angebot für "Ökostrom". Doch woher kommt diese Energie? Und ist dies wirklich ein Beitrag für den Atomausstieg und Klimaschutz?
Discount-Ökostrom ist oftmals Kohle- und Atomstrom, der mit sogenannten RECS-Zertifikaten grün gefärbt wurde. Der Klima-Lügendetektor hat versucht herauszufinden, ob Billig-Stromanbieter wie "Stromio", "FlexStrom" und "Envacom" mehr bietet, als Niedrigpreise. Verlässliche Informationen über tatsächlichen Umweltnutzen konnten diese Anbieter jedoch nicht liefern.
Im Gegensatz dazu veröffentlichen die Elektrizitätswerke Schönau (PDF), Greenpeace Energy und Lichtblick auf ihren Internetseiten die Kraftwerke, aus denen sie ihren Strom beziehen. Der Strombezug der echten Ökostromanbieter, wird zudem regelmäßig von Robin Wood untersucht und im Ökostrom-Wechsel Recherchebericht veröffentlicht.
Naturstrom, Lichtblick, Greenpeace Energy und die Elektrizitätswerke Schönau veröffentlicht außerdem, welche Ökostromanlagen sie bereits gefördert haben.
Ökostrom verschenken
Weihnachten ist eine gute Gelegenheit um die Liebsten mit Ökostrom zu beglücken. Doch das ist nicht so einfach, schließlich ist der Stromvertrag mit monatlichen Zahlungen verbunden. Am einfachsten ist es, die Vertragsunterlagen mitsamt einem schönen Gutschein (z.B. einem selbstgebasteltem Windrad) oder etwas Bargeld zu überreichen. Wer könnte ein solches Geschenk ausschlagen? Weitere Geschenkideen:
Weihnachtliche Atomausstiegspakete von EWS Schönau (ab 10 Euro)
Praktische Energiespargeräte von LichtBlick (ab 10 Euro)
Genossenschaftsanteile von Greenpeace Energy (ab 55 Euro)
EWS Schönau, Greenpeace Energy und Naturstrom (Neukunden) geben eine Preisgarantie bis 31.12.2010
Ökostrom macht glücklich
Stiftung Warentest hat die Serviceleistungen von Stromanbietern getestet. Das Informationsangebot für Neukunden der vier echten Ökostromanbieter wurden jeweils mit GUT bewertet. Untersucht wurden die Kontaktmöglichkeiten per Telefon und E-Mail und die Website. Auf dem ersten Platz von 17 Stromanbietern landete Naturstrom (1,6), nur knapp dahinter stehen auf den Plätzen drei bis fünf Lichtblick (2,0), Greenpeace Energy (2,1) und EWS Schönau (2,2).
Auch die Tarifbedingungen der Ökostromanbieter sind verbraucherfreundlich. Stiftung Warentest hat hier unter anderem auf die Kündigungsfristen, Zahlungsmodalitäten, Preisanpassungen in der Vergangenheit und den Serviceumfang geachtet. Das Ergebnis für alle Ökostromanbieter: GUT. Ganz vorn liegt der Privatkundentarif von Greenpeace Energy (1,8), es folgen EWS Schönau (2,2) und Naturstrom (2,2) und Lichtblick (2,5).
Der Test hat auch ergeben, dass Ökostromkunden deutlich zufriedener sind. Den Spitzenwert erreichen Greenpeace Energy und Lichtblick mit 98 Prozent von "zufriedenen" und "sehr zufriedenen" Kunden. Auf Platz drei und vier stehen EWS Schönau (97%) und Naturstrom (96%). Auf den letzten Plätzen landen die Atomkonzerne E.ON, RWE und EnBW und die Stromdiscounter TelDaFax und Flexstrom.
Stiftung Warentest hat sich auch nach den Gründen für den Stromwechsel erkundigt. Überragendes Kriterium ist der Preis (71 Prozent) und der Protest gegen eine Preiserhöhung (45 Prozent). Auf Platz 3 landeten mit jeweils 22 Prozent Zustimmung die Aussagen: "Ich wollte einen Anbieter, der von den vier großen Stromkonzernen (EnBW, E.ON, RWE, Vattenfall) unabhängig ist" und "Ich wollte zu einem Ökostromanbieter wechseln."
Das Gesamturteil von Stiftung Warentest zu Ökostrom: "Wer mit der Wahl eines Stromtarifs ein Zeichen für Klimaschutz und Energiewende setzen will, sollte einen Anbieter wählen, der ausschließlich umweltschonend erzeugten Strom verkauft. Im Test sind das EWS Schönau, Greenpeace Energy, Lichtblick und Naturstrom."
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Stiftung Warentest: "Stromtarife: Ökostromanbieter vorn"
Atomstrom ist teuer
Gleich mehrere Studien zeigen: Atomstrom ist teuer. Damit ist nicht (nur) gemeint, dass der Atommüll noch ungeahnte Kosten verursachen wird oder die Kraftwerke nicht ausreichend versichert sind. Auch heute schon zahlen Kunden mehr für Atomstrom als für anderen Strom.
Das Öko-Institut hat die Strompreise in einzelnen EU-Mitgliedstaaten verglichen und kommt zu dem Ergebnis, dass es "keinen Zusammenhang zwischen hohem Kernenergie-Anteil und Strompreisniveau" gibt. "Im Gegenteil: Es finden sich sowohl Staaten mit hohen Kernenergieanteilen und sehr hohem Preisniveau für Haushalts- und Industriekunden als auch Staaten mit niedrigem Kernenergieanteil und niedrigem Preisniveau", berichtet das Handelsblatt.
Deutsche Haushalte müssen statistisch sogar mehr für ihren Strom bezahlen, je größer der Atomstromanteil ist. Das ist das Ergebnis eines repräsentativen Preisvergleichs von über hundert Stromtarifen im ganzen Bundesgebiet, den die Deutsche Umwelthilfe durchgeführt hat.
Atomausstieg twittert
Kurzinfos von Atomausstieg selber machen gibt es jetzt auch bei twitter: http://twitter.com/atomausstieg.
Bei YouTube gibt es übrigens einen Atomausstieg-Kanal mit witzigen oder sachlichen Videos über Ökostrom und Atomkraft: http://de.youtube.com/atomausstieg09.
Flugblätter bestellen

Haben Sie sich selber schon informiert und sind zu Ökostrom gewechselt? Super! Dann helfen Sie mit, dass noch mehr Menschen erfahren, wie einfach es ist, kein Geld mehr an Atomkonzerne zu bezahlen. Sie können kostenlos (gegen freiwillige Spende) unsere Flugblätter und anderes Aktionsmaterial bestellen.
Machen Sie mit bei "Atomausstieg selber machen" und informieren Sie Freunde und Verwandte, Kolleginnen und Nachbarn und alle, die sonst noch interessiert sein könnten. Ihre Empfehlung ist glaubwürdiger als alle teuren Werbekampagnen der Atomkonzerne!
Studie warnt vor Ökostrom-Mogelpackungen
Ökostrom wird immer beliebter. Doch bringen die Tarife mit schönen Namen wie "Grünstrom", "Naturenergie" oder "ProKlima" wirklich etwas für die Umwelt? Eine Studie des Energiewissenschaftlers Professor Uwe Leprich (Hochschule Saarbrücken) hat ergeben: bei vielen Ökostrom-Angeboten kaufen die Unternehmen nur billige Zertifikate aus alten Wasserkraftwerken (sogenannte RECS-Zertifikate), aber nicht den Strom selber. In Deutschland wird mit den RECS-Zertifikaten Atom- und Kohlestrom "grün gefärbt" und umweltbewussten Kunden als Ökostrom angeboten. Neue Wind-, Wasser- und Solarkraftwerke werden dadurch nicht gefördert.
Prof. Leprich nennt zwei Kriterien für echte Öko-Strom-Angebote: Investitionen in neue Öko-Kraftwerke und detaillierte Informationen über die tatsächliche Herkunft des Stroms. Guter Ökostrom wird von Unternehmen angeboten, die nachweislich alle Anstrengungen auf den Ausbau umweltfreundlicher Kraftwerke lenken, ganz ohne Kohle- und Atomstrom.
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Studie: Fokus Ökostrom: Bestandsaufnahme und Perspektiven (PDF)
Atomkonzerne ohne Skrupel
Ende März wurde bekannt, dass der französische Atomkonzern EdF systematisch Greenpeace Frankreich und das Anti-Atom-Netzwerk Sortir du Nucleair ausspioniert hat, um den Protest zu behindern. EdF ist der Mutterkonzern von EnBW (Yello, NaturEnergie). Nun ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen EdF.
Auch RWE versucht mit nicht ganz sauberen Mitteln seine Kritiker mundtot zu machen. Die RWE-Werbeagentur Jung v. Matt droht urgewald mit Strafanzeige und Schadenersatzforderungen, wenn sie die Persiflage der RWE-Werbung weiter verwenden. .ausgestrahlt unterstützt den Protest gegen RWE und hat verschiedene Solidaritäts-Banner für die eigene Homepage erstellt.
Der BUND bietet ein Mailformular, mit dem man bei RWE gegen die Zensur protestieren kann.







